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Evangelische Kirchengemeinde Nieder-Saulheim
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Pfarrer

Mathias Engelbrecht
Neupforte 16
55291 Saulheim
Tel: 06732-3279

 
 
 
Der wahre Morgenstern
„Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.“
(Matth. 2,10)
Liebe Gemeinde! „Weißt du, wie viel Sternlein stehen an dem blauen Himmelszelt“: dieses Kinderlied haben wir früher gesungen; nach der Kindheit schien es bedeutungslos. Nicht so die „Weisen“ aus dem Morgenland: Sie wussten genau, welche Sterne wohin gehören und wie viele es sein mussten. Der Volksmund sagt: „Wenn ein Stern vom Himmel fällt, erblickt ein Kind das Licht der Welt.“ Und da ist auf einmal ein neuer Stern; der sollte die Geburt des neuen Königs der Juden anzeigen. Und ausgerechnet drei Nichtjuden, drei Heiden haben dieses Wissen. Und sie verblüfften die politische und religiöse Kaste: Herodes wollte natürlich keinen anderen Herrscher neben sich und die Hohenpriester und Schriftgelehrten mussten erkennen, dass offensichtlich diese drei Heiden von der Geburt des Christus wussten. Also schon Stress bereits vor der Auffindung des Kindes. Es war kein von Menschen geplantes Kind. Und die Menschen mussten immer wieder erkennen, dass ihre Pläne untauglich sind: Der Mensch denkt und Gott lenkt. Menschenpläne können nicht zum Heil führen, weder persönlich noch global. Dieses Kind soll der Friedefürst werden  und wird ein Skandalon, ein Stein des Anstoßes werden: viele werden sich an ihm stoßen, weil er anders kam als erwartet, weil er nicht seine Macht ausspielte, weil er die bisherigen Ordnungen um der Liebe willen in Frage stellte: Die Ehebrecherin wird begnadigt, der verlorene Sohn bekommt eine neue Chance und dem Mörder wird vergeben. Wer so handelt, eckt an. Das lassen sich die Menschen nicht dauerhaft gefallen. „Der muss weg!“ Aber sein Handeln spricht sich herum, seine Gewaltlosigkeit, seine Liebe und Vergebung und wird für die ganze Welt zum Vorbild. Sein Name wird um die Welt gehen. Krippe und Kreuz hängen eng zusammen wie auch das Hosianna und das „Kreuzige ihn!“ Aber auch wenn Jesus kein hohes Alter erreichen wird: Gottes Heilsplan lässt sich nicht durchkreuzen. Diese drei Weisen schenken ihm, schon prophetisch, das Gold der Liebe, den Weihrauch der Sehnsucht und die Myrrhe der Schmerzen. Und er wird all denen Zuversicht geben und Trost sein, die in ihrem Leben Goldklumpen der Liebe und der Zeit für andere verteilen, die die Sehnsucht nach Frieden vorleben und die Schmerzen der Ungerechtigkeiten dieser Welt ertragen müssen. Uns ist aufgegeben, dankbar anzunehmen, dass er auch für uns in die Welt gekommen, gestorben und auferstanden ist. Angelus Silesius dichtet zu Recht: „Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in dir: du bliebest doch in alle Ewigkeit verloren.“ Eine Herzensfreude an der Geburt Jesu und ein fröhliches Feiern auch in den Gottesdiensten wünscht Ihnen Ihr

Ihr Pfarrer Mathias Engelbrecht
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